Und wieder grüßt das Murmeltier…

Am 31.12.2021 haben wir uns letztmalig mit der Netzfrequenz unserer Stromversorgung beschäftigt.

„Letztmalig“ ist dabei nicht im Sinne von zum „allerletzten Mal“ zu verstehen. Mit der Netzfrequenz in Zusammenhang stehende Probleme haben ausgprägten Murmeltiercharakter. Wir werden sie deshalb auch in Zukunft nicht ignorieren können, zumal wir den Verdacht haben, sie werden sich im kommenden Winter verschärfen.

Jörg Diettrich, einer der führenden Köpfe unseres Teams, zeichnet die Netzfrequenz seit Ende 2021 kontinuierlich auf. Seine Daten zeigen tagtäglich mehr oder weniger starke Frequenzeinbrüche. Der Grund dafür sind Ab- und Zuschaltungen von Stromerzeugern, insbesondere ganzen Kraftwerksblöcken mit hoher Leistung.

Strom ist in unserem Wirtschaftssystem ein Handelsgut. Wie damit gehandelt wird, haben wir schon mehrfach kritisiert. Großverbraucher schließen mit großen Stromerzeugern langfristig Stromlieferverträge ab. Wenn der Zeitpunkt der vertraglichen vereinbarten Stromlieferung gekommen ist, werden die o.g. Schaltoperationen ausgeführt. Im Regelfall geschieht das nach Ablauf einer vollen Stunde, womit das Netz namentlich von großen Marktteilnehmern sehenden Auges zu diesen Zeitpunkten stärker als rein technisch notwendig belastet wird. Mehr noch: jede solche Umschaltung stellt eine Gefährdung unserer Stromversorgung dar, weil das Netz mitunter regelrecht unter Stress gerät.

Am 14.6.2022 war es mal wieder so weit. Um 22:04 Uhr konstatierte Jörg Diettrich einen Frequenzeinbruch auf 49,855 Hz, was einem Leistungsdefizit von 2.000 MW entspricht.

Das Absacken der Netzfrequenz auf diesen Wert wurde von unserem Partner Jens Müller bestätigt, der auf seiner Webseite auf weitere ähnlich kritische Zustände hinweist, die in letzter Zeit aufgetreten sind.

Netzeinbruch vom 14.06.2022, 21:04 (=22:04 MESZ), verifiziert von Jens Müller

Ab 49,8 Hz wird es schon richtig kritisch – dann greifen erste Abschaltungen. Tritt in einer solchen Situation zusätzlich zu der aus marktorganisatorischen Gründen geplant hingenommenen Abweichung eine ungeplante Störung ein, ist ein größerer Zusammenbruch des Netzes so gut wie sicher. Hierfür infrage kommen Probleme in Umspannwerken, Ausfälle größerer, schon stark belasteter Stromtrassen oder großer Kraftwerksblöcke; alles schon da gewesen.

Stromhandel funktioniert prinzipbedingt eher virtuell. Der georderte Strom eines realen Lieferanten kommt physikalisch nie beim Verbraucher, also dem Vertragspartners an. Solange das Netz intakt ist, bekommt der Verbraucher seinen Strom, woher, ist letztlich auch ihm völlig egal. Wir haben es somit mit zwei Welten zu tun; der virtuellen des Stromhandels und der realen physikalischen. Die erste folgt den vom Menschen erdachten Regeln, die durch und reale Ab- und Umschaltungen Auswirkungen auf die physikalische, den Naturgesetzen entsprechende Welt haben. Die menschengemachten Regeln sind jedoch mehr auf Gewinnerzielung als auf Netzstabilität ausgerichtet. Rein physikalische betrachtet, sind sie völlig sinnfrei. Genau das gefährdet unsere Versorgungssicherheit und verursacht immense Kosten vor allem für den Endverbraucher.

Es ist physikalisch definitiv nicht notwendig, einen laufenden Stromerzeuger an einer Stelle abzuschalten und an einer völlig anderen Stelle einen anderen Stromerzeuger hochzufahren wenn das für die Stromversorgung keinen Unterschied macht.

Warum verfolgt man nicht die Idee, den virtuellen Stromhandel mit einer virtuellen Abrechnung zu koppeln? Um- und Abschaltungen wären dann nur noch netzdienlich notwendig.

Sollten Unternehmen, neben ihren betriebswirtschaftlichen Interessen, nicht auch in volkswirtschaftlichen Dimensionen denken? Eine sichere Energieversorgung ist gerade für die Industrie von enormer Bedeutung. Ein flächendeckender Stromausfall verursacht nicht nur aber vor allem für die Industrie immense Schäden. Eine stabile Stromversorgung ist essenziell für unsere ganze Gesellschaft. Die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik sollten niemals vergessen: Ohne Strom geht gar nichts mehr.

Krieg in Europa – Auswirkungen auf die deutsche Energiewirtschaft

Seit dem 24.02.2022, 04.00 Uhr ist Krieg. Mitten in Europa. Krieg ist durch absolut gar nichts zu rechtfertigen. Das gilt auch für Putins Krieg. Putin selbst wird seinen Platz in der Galerie der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte finden.

Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, die unverschuldet gezwungen sind, um das Überleben ihres Landes zu kämpfen und dabei sehr leicht das eigene Leben verlieren können. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Russland, die mutig gegen Putins Krieg auf die Straße gehen und dabei die Repressionen eines autoritären Regimes in Kauf nehmen.

Es bleibt allein die Hoffnung, dass die Lage nicht weiter eskaliert.

Wir haben uns in den vergangenen Wochen zu den stark gestiegenen Energiepreisen geäußert. Wir haben in mehreren Artikeln auf die Gefährdung der Versorgungssicherheit hingewiesen. Unser letzter Beitrag setzte sich kritisch mit dem aktuellen Szenariorahmen der Übertragungsnetzbetreiber auseinander. Die neue Situation bestätigt unsere Warnungen leider auf eine äußerst bedrohliche Art und Weise.

Die Politik reagiert

Der Deutsche Bundestag traf sich am 27.02.2022 zu einer Sondersitzung, auf der Kanzler Scholz, seine Koalitionäre von Grünen und FDP und die in der Opposition befindliche Union ihre Strategie für die nächsten Jahre umrissen. Die Redner der genannten Parteien zeigten dabei eine ungeahnte Einigkeit in ihren Ausführungen. Verkürzt gesagt laufen die Pläne für die nächsten Jahre auf Folgendes hinaus:

a) Wir müssen unsere Wehrbereitschaft stärken. Dazu soll kurzfristig, so Scholz, ein 100 Mrd. Euro umfassendes Sondervermögen gebildet werden, dass der Bundeswehr zugute kommt. Man beachte das Wording, mit dem Herr Scholz diese neue Schuldenposition im Staatshaushalt umschreibt. Wer dieses „Sondervermögen bildet“, dürfte klar sein. Bedenklich fanden wir den nahezu allumfassenden Applaus der Parlamentarier, mit dem diese Ankündigung des Kanzlers bedacht wurde. Muss man wirklich so laut klatschen, wenn die 100 Mrd. Euro im zivilen Sektor weit besser angelegt wären? Vor allem das Feiern sollten die von uns in den Bundestag gewählten Volksvertreter doch lieber den Aktionären von Rheinmetall, Kraus-Maffei Wegmann & Co überlassen.

b) Wir müssen die Erneuerbaren Energien beschleunigt ausbauen. Wer hätte das gedacht! Und wer hat den Ausbau der Erneuerbaren in der Vergangenheit hintertrieben? Die kritische Lage, in der wir uns heute wiederfinden ist das Resultat jahrzehntelanger verfehlter Energiepolitik.

Bemerkenswert fanden wir in diesem Zusammenhang die Aussage von Finanzminister Lindner:

„Erneuerbare Energien lösen uns von Abhängigkeiten. Erneuerbare Energien sind deshalb Freiheitsenergien.“

Wir sind sehr gespannt, wie schnell diese ganz neue Erkenntnis Lindners Raum greift. Von einem 50 Mrd. Sofort-Programm für den PV-Ausbau und weiteren 50 Mrd. für Stromspeicher und Elektrolyseure war in der Debatte erst einmal keine Rede. Wir hegen daher die begründete Befürchtung, dass es Herrn Lindner genügte, o.g. Aussage rhetorisch gekonnt in den Kontext seiner freiheitsverliebten Partei zu stellen.

Im Übrigen wäre für die geforderte Beschleunigung des EE-Ausbaus nicht einmal ein weiterer Griff in die Kasse notwendig. Man müsste dafür kurzfristig ein paar Gesetze ändern. Mittel- und langfristig brauchen wir jedoch einen grundlegenden Paradigmenwechsel, weg von einer ausschließlich marktgesteuerten hin zu einer volkswirtschaftlich sinnvollen Energieversorgung. Beides zusammen würde den EE-Ausbau zu einem Selbstläufer zu machen, der netto sogar Steuern generiert anstatt sie zu verbrennen.

Folgende Maßnahmen sollten nunmehr schnellstens umgesetzt werden:

1. Ein beschleunigter EE-Ausbau erfordert Planung und Schaffung einer dazu passenden Infrastruktur. Schon im aktuellen Ausbauzustand fehlen Speicher, was immer wieder zur Abschaltung erneuerbarer Erzeuger und zu Instabilitäten im Stromnetz führt. Es ist demnach dringend notwendig, weitere Infrastruktur-Kurzzeitspeicher hoher Kapazität auf den oberen Netzebenen zur Bereitstellung von Regelenergie zu errichten. Für das Niederspannungsnetz (230/400V) sind Gesetze so zu gestalten, dass z.B. PV-Kleinspeicher zur Bereitstellung von Regelenergie befähigt werden. Insbesondere muss das Verbot, die Speicher von batteriegetriebenen PKW als einspeisende Quelle zu nutzen fallen.

2. Wir benötigen darüber hinaus dringend saisonale Großspeicher, um die EE-Überschüsse des Sommers für den für den defizitären Winter zu speichern. Im letzten Szenariorahmen der Übertragungsnetzbetreiber spielten derartige Überlegungen immer noch keine Rolle. Dennoch gebietet die aktuelle Situation, entsprechende Projekte, zu denen u.a. sehr viel mehr Elektrolyseure gehören als im o.g. Szenariorahmen ausgewiesen, sofort zu beginnen.

3. Vollständiger Abbau der bürokratischen Hemmnisse, die einer stärkeren Bürgerbeteiligung beim EE-Ausbau entgegenstehen. PV-Mieterstrom muss sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter ein Geschäftsmodell ohne Hürden werden. Der Staat kann regulierend und fördernd eingreifen, indem er pro installiertem Kilowatt-Peak eine adäquate Ausstattung mit Stromspeicher verlangt.

4. Direkter Stromhandels, der kleinere Anbieter in die Lage versetzt, ihren Strom lokal zu vermarkten, darf nicht weiter durch Gesetze behindert werden. Dies würde die Motivation zum Ausbau der Erneuerbaren in der gesamten Bevölkerung deutlich erhöhen, weil sowohl Anbieter als auch Abnehmer von EE-Strom davon stark profitieren. Gleichzeitig wäre dies ein Betrag zur Dezentralisierungen der Stromnetze, die weiterem Netzausbau entgegenwirkt.

5. Bürgerenergiegenossenschaften dürfen nicht länger durch ein unfaires Ausschreibungsrecht an ihrer Geschäftstätigkeit behindert werden.

6. Initiale Förderung speichergestützter Agri-PV, die eine duale Nutzung des Bodens erlaubt. Aufgrund der höheren Kosten für den Aufbau derartiger Strukturen ist eine solche Förderung unserer Meinung nach notwendig. Da sich Agri-PV für bestimmte Kulturen ertragssteigernd auswirken kann, könnten Teile der Agrarsubventionen als Fördermittel verwendet werden.

7. Die kürzlich von Investoren bejubelte EU-Taxonomie ist offiziell als Totgeburt zu erklären. Mit dem schon kurzfristig sehr wahrscheinlichen Ausscheiden Russland als Lieferant von Erdgas und der Unmöglichkeit adäquate Gasmengen aus anderen Ländern zu beziehen, ergibt sich eine Situation einer massiven Unterdeckung des deutschen Gasbedarfs. Der Bau neuer Gaskraftwerke erscheint uns daher noch weniger sinnvoll als vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Investorengelder müssen vielmehr ausschließlich in Projekte Erneuerbarer Energien gelenkt werden.

c) Russland muss hart sanktioniert werden. Es liegt außerhalb unserer Kompetenz die Sanktionen des Westens gegen Russland im Einzelnen zu bewerten. Wir beschränken uns auf das Gebiet der Energieversorgung und landen dabei unweigerlich wieder bei der Gasfrage. Das Taktieren Deutschlands um das Banken-Zahlungssystem Swift hat gezeigt, wie heikel diese Frage tatsächlich ist. Wenn Deutschland formal daran gehindert wird, seine russischen Gaslieferungen zu bezahlen, wird Russland kein Gas mehr liefern. Dies hätte gravierende Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Deutschland bezieht 55% seines Erdgases (nebenbei gesagt auch jede Menge Steinkohle und Erdöl) aus Russland. Nun ist der Ausschluss Russlands von Swift beschlossene Sache. Inwieweit russische Erdgaslieferungen in den nächsten Tagen und Wochen trotzdem noch stattfinden, wissen nur unsere Geheimdiplomaten, die entsprechende Deals mit den russischen Stellen aushandeln konnten oder eben auch nicht. Mit Russland werde es „kein Business as usual mehr geben“, verkündete Finanzminister Lindner in seiner sonntäglichen Rede im Bundestag. Das mag im Ganzen betrachtet stimmen, im Einzelnen haben „tüchtige Geschäftsleute“ auch in vergangenen Kriegen immer Wege gefunden, wirtschaftliche Beziehungen über Frontlinien hinweg aufrecht zu erhalten. Man sollte sich dabei über zwei Fakten im Klaren sein: Unser Geld finanziert Putins Krieg und Putin kann selbst uns den Gashahn zudrehen. China ist ein dankbarer Abnehmer russischen Gases.

d) Renaissance von Kohle und Atomstrom. Dies war nicht Gegenstand der Bundestags-Debatte, jedoch meldeten sich die üblichen Verdächtigen, wie Sachsens Ministerpräsident Kretschmer anderswo zu Wort und stellten den Kohleausstieg 2030 infrage. Auch die Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke wird diskutiert, was jedoch von den Betreibern selbst bis Ende Februar abgelehnt wurde.

Auswirkungen auf die Bürger

Machen wir uns nichts vor. Dieser Krieg wird schwere Auswirkungen auf unser Leben haben, selbst dann, wenn er nicht weiter eskaliert, was nach Lage der Dinge eher unwahrscheinlich ist. Den Patriotismus, den uns unsere Volksvertreter und führenden Politiker am Sonntag im Bundestag vorlebten und der anfangs vielleicht auf Teile der Bevölkerung abfärbt, teilen wir nicht. Er wird sein Ende finden, wenn die an sich schon immensen Energiepreise nochmals kräftig ansteigen, wenn Strom nicht mehr für alle Menschen erschwinglich ist, wenn das Heizen der Wohnung mit Gas für einige zum Luxus wird. Grundnahrungsmittel werden sich ebenfalls verteuern, weil sowohl Russland als auch die Ukraine wichtige Weizenlieferanten sind.

Wirtschafts- und Klimaschutzminister Habeck verkündete am 28.02.2022, man würde die Stromversorger per Gesetz dazu verpflichten, die Abschaffung der EEG-Umlage zum 01.07.2022 voll an die Endverbraucher weiter zu geben. Wir reden hier über 3,7 ct/kWh. In dem Zusammenhang stellen wir uns einige Fragen: Warum ist ein solches Gesetz überhaupt notwendig? Hat man etwa kein Vertrauen in die (großen) Marktteilnehmer? Wieso kann der allmächtige Markt diese Dinge nicht regeln? Wie will man die Einhaltung des Gesetzes, das im Moment nur als Entwurf existiert, kontrollieren? Wir halten diese Ankündigung für reine Symbolpolitik, die Stromanbieter nicht davon abhalten wird, Gründe, ob berechtigt oder nicht, für Strompreiserhöhungen zu finden.

Eine Farce sind gleichfalls die Almosen, die man den wirklich Bedürftigen in unserem Lande verspricht. Diese werden bei weitem nicht ausreichen, die zusätzlichen Kosten, die auf diese Bevölkerungsgruppe konkret zukommen, zu kompensieren.

Von einer höheren Besteuerung großer Einkommen und Vermögen ist nach wie vor nichts zu hören, obwohl das in unruhigen Zeiten früher durchaus üblich war.

Die Lasten dieses Krieges wird der Normalbürger tragen. Ein bewährtes Schema, wie u.a. Corona zeigt. Wie lange es sich noch bewährt, hängt u.a. davon ab, wie sich die Lage weiter entwickelt.

Um es nochmals ganz klar zu sagen: Krieg ist durch nichts und niemanden zu rechtfertigen. Putin ist ein Kriegsverbrecher, der in den Haag vor Gericht gestellt werden muss. Uns fallen das allerdings noch ein paar andere Namen ein, die ebenfalls die Reise nach den Haag antreten müssten, auch wenn ihre Verbrechen schon ein paar Jahre zurück liegen.

Lügen und Heuchelei zur Rechtfertigung eines Angriffskrieges sind kein Alleinstellungsmerkmal Putins.

Um das Blutvergießen zu stoppen brauchen wir einen sofortigen
Waffenstillstand.

Dieser lässt sich nur durch auf Augenhöhe geführten Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland unter Einbeziehung der internationalen Gemeinschaft erreichen.

Austausch mit dem BMWK (vormals BMWi)

Ende Januar schrieben wir einen Brief an den Minister für Wirtschaft und Klimaschutz Habeck unter Bezugnahme auf seine am 11. Januar 2022 vorgelegte „Eröffnungsbilanz Klimaschutz“. Wir haben immerhin eine Antwort bekommen, die wir jedoch als unbefriedigend einstufen müssen.

Hier zunächst unser Brief an das BMWK:

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Scharnhorststr. 34-37
11019 Berlin
kontakt@bmwi.bund.de


Sehr geehrter Herr Minister Habeck,

mit Interesse haben wir Ihr ZDF Interview vom 11. Januar verfolgt. Dort kündigen Sie uns, den Bürgern, drastische Veränderungen der Energiepolitik an. Diese sind auch unserer Meinung nach dringend notwendig, war doch die Versäumnispolitik der Großen Koalition stark auf die Zementierung eines definitiv nicht länger haltbaren Status Quo fokussiert. Veränderungen bringen uns jedoch nur voran, wenn deren Richtung stimmt.

Sie wollen „tief reingehen in gesellschaftliche Realitäten“. Sie werben dafür, dass alle mitziehen und benennen dabei sowohl Wirtschaft, Bürger als auch die verantwortlichen Politiker auf allen Ebenen. Die aktuellen „gesellschaftlichen Realitäten“ bestehen nicht nur unserer Wahrnehmung nach vor allem darin, dass die Interessen einflussreicher Akteure die entscheidende Rolle spielen. Dem Normalbürger hingegen werden immer größere Lasten aufgebürdet. Insofern erwarten wir von Ihrem Ministerium eine andere Politik, die nicht nur Bürger und Mittelstand, sondern eben auch die großen Unternehmen in die Pflicht nimmt, um die von Ihnen geforderten Veränderungen umzusetzen.

Wir haben Ihre „Eröffnungsbilanz Klimaschutz“ sorgfältig gelesen. Eigentlich hätte das Dokument „Eröffnungsbilanz Energiewende“ heißen müssen, weil die entscheidende Voraussetzung für die Erreichung der Klimaziele eine erfolgreiche Energiewende ist. Diese Energiewende ist aus vielen Gründen notwendig, der Klimaschutz ist nur einer davon. Wir unterstützen aus eben diesen vielen Gründen eine Energiewende, nicht nur in Deutschland, sondern überall.

Sie schreiben in Ihrer Eröffnungsbilanz, dass der Strombedarf für Deutschlan unterschätzt wurde. Ihre Vorgänger, Herr Gabriel und Herr Altmaier haben diese „Unterschätzung“ wider besseren Wissens jahrelang erfolgreich betrieben. Wir haben schon in der ersten Fassung unseres Orangebuchs aus dem Jahr 2016 für 2050 einen Mindeststrombedarf von 1.000 TWh prognostiziert. Für diese Voraussage mussten wir uns keineswegs prophetischer Fähigkeiten bedienen, sondern nur statistische Zahlen unter Berücksichtigungganz klar erkennbarer Entwicklungen auf die Zukunft interpolieren. Für 2030 nehmen Sie 680 bis 750 TWh an, wir gehen ebenfalls von ca. 750 TWh aus. An der Art und Weise, wie diese höhere Strommenge erzeugt werden soll, haben wir allerdings berechtigte Zweifel. Die von Ihnen ausgerufenen Ausbauziele für Wind und Sonne genügen nicht für das Erreichen des Minimalziels, sprich 80% von 680 TWh = 544 TWh aus erneuerbaren Quellen erzeugtem Strom. Unter Bezugnahme auf Entsoe-Daten und Berücksichtigung von Volllaststunden lassen sich aus 200 GW PV, 100 GW Wind onshore und 30 GW offshore nur 440 TWh produzieren. Hinzu kommen ca. 50 TWh aus Wasserkraft und Biomasse, in Summe demnach 490 TWh. Unsere Rechnung geht über Grundrechenarten nicht hinaus und ist daher gut nachvollziehbar. Wie Sie oder Ihre Experten gerechnet haben, erschließt sich uns daher nicht.

Wir empfinden es als wohltuend, dass Sie, entgegen der bisherigen Praxis, mit konkreten Zahlen operieren. Sie sollten dabei jedoch zweierlei bedenken: Es gibt Menschen, die solche Zahlen nachrechnen und Naturgesetze die lästige Eigenschaft haben, falsch ausgerufenen Kennziffern nicht zu folgen.

Wir haben uns auf unserer Webseite mit vielen, meist fachlichen, Aspekten sachlich auseinandergesetzt. Wir haben mit Vertretern der Netzbetreiber intensive Gespräche geführt. Sie bescheinigten uns eine „dezidierte“ Herangehensweise und mussten uns auch in Fakten, die ihren eigenen Interessen entgegenstehen, meist zustimmen.

Mit großer Sorge beobachten wir u.a. Vorgänge, die die Stabilität unserer Stromversorgung gefährden. Es geht dabei um Ereignisse, die vor allem aufgrund untauglicher Regulierungen des Strommarkts in letzter Zeit gehäuft auftreten. Die breite Öffentlichkeit bemerkt davon nichts, weil bislang größeres Unheil abgewendet werden konnte. Dennoch hören wir auch von anderen Fachleuten, dass uns ein großräumiger flächendeckender Stromausfall in absehbarer Zeit bevorsteht. Was das bedeutet, können Sie in einer Veröffentlichung des Büros für Technikfolgeabschätzungen beim deutschen Bundestag aus dem Jahr 2012 nachlesen. Die Versorgungssicherheit muss für Sie, Herr Habeck als zuständiger Minister, bedingungslosen Vorrang haben.

Unsere Energieversorgung ist kein Marktelement wie jedes andere. Sie muss unter allen denkbaren Umständen gewährleistet bleiben, und darf deshalb nicht länger Spekulationsobjekt sein. Schließlich gehört sie zu den essenziellen Grundlagen unserer Gesellschaft. Der Anspruch des Teams Orangebuch besteht in der Vertretung der Interessen der Bürger. In diesem Zusammenhang machen wir Ihnen ein Gesprächsangebot.

Reden wir miteinander.
Sachlich, ergebnisoffen und transparent.

Team Orangebuch

Die Antwort des BMWK liest sich wie folgt:

Sehr geehrter Herr Dietrich,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wir im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) schätzen es sehr, wenn Bürgerinnen und Bürger ihre Gedanken und Ideen mit uns teilen.

„Die ordnungspolitischen Leitplanken weiterzuentwickeln und aus der sozialen eine sozial ökologische Marktwirtschaft zu schaffen, das ist die große Aufgabe unserer Zeit.“ Zitat von Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck.

Die Soziale Marktwirtschaft ist die Grundlage unserer freiheitlichen, offenen und solidarischen Gesellschaft. Um jedoch den Schutz globaler Umweltgüter wie dem Klima oder der Biodiversität zu gewährleisten, bedarf es einer grundlegenden Weiterentwicklung des deutschen, aber auch des internationalen Ordnungsrahmens. Es geht dabei darum, Wohlstand und Klimaschutz zusammenzubringen. Die sozial-ökologische Marktwirtschaft ist das Konzept für die Transformation hin zur Klimaneutralität.

Das BMWK arbeitet fortdauernd an Antworten auf die ökonomischen und ökologischen Herausforderungen. Die Wirtschaftskraft und der damit einhergehende Wohlstand unseres Landes liegen auch in Zukunft in der Vielfalt unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft. Wir stellen die Weichen für eine sozial-ökologische Marktwirtschaft und leiten ein Jahrzehnt der Zukunftsinvestitionen ein. Damit legen wir die Grundlagen, um nachhaltigen Wohlstand zu sichern, und schaffen Raum für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und mehr Effizienz, für gute Arbeit, sozialen Aufstieg und neue Stärke.

Gerne nehmen wir daher Ihre wertvollen Anregungen und Lösungsansätze auf und werden diese in unsere laufenden Abwägungen aller Gesichtspunkte einbeziehen.

Bundesminister Robert Habeck hat bereits am 11. Januar 2022 mit der Eröffnungsbilanz Klimaschutz erste Herausforderungen und Aufgaben skizziert. Diesen Weg werden wir nur gemeinsam als Gesellschaft erfolgreich gestalten können.

Aus diesem Grund betonen wir erneut, dass wir Ihre offenen Worte und Vorschläge sehr begrüßen. Bitte haben Sie gleichzeitig Verständnis, dass wir Ihnen aufgrund der Vielzahl an Eingaben, Abstimmungsrunden und auch mangels Arbeitskapazitäten keine spezifische Rückmeldung zu Ihren konkreten Äußerungen/Vorschlägen geben können.

Immer auf dem neusten Stand der wirtschafts- und klimapolitischen Diskussionen und Entwicklungen können Sie sich über unsere Internetseite www.bmwk.de und unsere Social-Media-Kanäle halten.

Ihr Engagement, diesen großen Transformationsprozess gemeinsam zu beschreiten, bestärkt uns auf diesem Weg.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen

Referat LB 3 – Bürgerdialog
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Scharnhorststr. 34-37

Unser Fazit:

Herr Dietrich (eigentlich auch Diettrich), nicht etwa das Team Orangebuch hat also einen Serienbrief voller Sprechblasen erhalten. Zu mehr, insbesondere einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den von uns ganz konkret als falsch benannten Zahlen, fühlte sich das Referat LB 3 – Bürgerdialog des BMWK offensichtlich nicht berufen.

Und nein – wir haben definitiv kein Verständnis dafür, weil sich auch im „Szenariorahmen zum Netzentwicklungsplan Strom 2037 mit Ausblick 2045, Version 2023“, den letztendlich die BNetzA als dem BMWK zugeordnete Behörde zu verantworten hat, grobe handwerkliche Fehler wiederfinden, mit denen wir uns in einem folgenden Beitrag näher auseinander setzen werden.

Im Übrigen widerspricht eine solche schlampige und nichtssagende Antwort unserem Demokratieverständnis. Wir fühlen uns als Bürger nicht ernst genommen.

Netzfrequenz – wir haben nachgemessen

m Orangebuch S. 43ff haben wir die Bedeutung der Netzfrequenz ausführlich erläutert. Kurz gesagt gilt:

Die Netzfrequenz ist ein unbestechliches Maß für die Stabilität unseres Stromversorgungsnetzes.

Wer sich über die Aussagen des Orangebuchs hinaus mit dem Thema auseinandersetzen will, wird z.B. unter

https://www.netzfrequenzmessung.de oder

https://www.netzfrequenz.info/

fündig. Auch die private Messung und Aufzeichnung der Netzfrequenz ist mittlerweile mit vertretbarem Aufwand möglich. Hierzu verweisen wir auf das Projekt von Jens Müller. Wir haben eine seiner Messeinrichtungen bei uns im Einsatz. Die von ihr gelieferten Ergebnisse korrelieren auf das Millihertz genau mit den auf den o.g. Seiten gelieferten Werten.

Was wir in den letzten Wochen damit gemessen und in Verlaufskurven ausgewertet haben, gibt uns zu denken. Mehr noch – einige Schlussfolgerungen, die sich daraus ableiten lassen, versetzen uns in Alarmstimmung. Die Betrachtung der ARD vom 23.11.2021 greift unserer Meinung nach zu kurz.

Details hier.

Die Auswirkungen eines Blackouts abmildern – persönliche Prävention

Welche Möglichkeiten haben wir als Bürger, uns auf extreme Situationen wie einen flächendeckenden Blackout vorzubereiten? Um ehrlich zu sein – sie sind ziemlich begrenzt. Egal welche Vorsorgemaßnahmen wir treffen, egal wie umfangreich sie ausfallen – wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir dennoch mit massiven Einschränkungen zu rechnen haben.

Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim deutschen Bundestag hat im Jahr 2011 eine Studie mit dem Titel „Was bei einem Blackout geschieht, Folgen eines lang andauernden und großräumigen Stromausfalls“ veröffentlicht.

Wir haben bereits 2016 in unserem Orangebuch auf diese Quelle hingewiesen.

Wenn man heute, im Oktober 2021, die Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ernst nimmt, so gewinnt man den Eindruck, die Damen und Herren dieser Behörde haben die oben genannte Studie nie gesehen. Anders lassen sich die im „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ unterbreiteten Empfehlungen nicht erklären.

Auf Seite 10 unten finden wir folgenden Satz, der sich auf den Ausfall der Energieversorgung bezieht:

Mit einem Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für 10 Tage sind Sie hierfür gerüstet.“

Die Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung weist jedoch unmissverständlich darauf hin, dass bereits nach sechs Tagen eines lang andauernden Stromausfalls die staatliche Ordnung, so wie wir sie kennen, zusammengebrochen ist. Der BBK-Ratgeber suggeriert dagegen, mit ein wenig Essen und Trinken müssen wir nur 10 Tage durchhalten – danach wird alles wieder gut. Natürlich ist eine sinnvolle Bevorratung mit notwendigen Dingen richtig und wichtig. Sie hilft aber nicht weiter, wenn man nichts nachkaufen kann, weil die gesamte Infrastruktur nach diesen 10 Tagen längst nicht mehr funktioniert. Diese Infrastruktur basiert im Industriezeitalter nun einmal unbestreitbar auf einer stabilen Stromversorgung. Ist diese nicht gegeben, folgen daraus zwangsläufig die für jedermann sicht- und spürbaren Notsituationen. Fehlender Strom darf demnach keinesfalls nur als lästige Begleiterscheinung anderer Katastrophen betrachtet werden.

Das Ziel einer jeden Vorsorgemaßnahme muss somit die Verhinderung eines flächendeckenden Stromausfalls sein. Die einzige Möglichkeit dazu besteht in einer konsequent dezentral organisierten Stromversorgung des gesamten Versorgungsgebietes. Eine Großstörung der Stromversorgung würde bei einem solchen Design nicht zu einem flächendeckenden Stromausfall führen. Das gesamte Versorgungsnetz zerfällt dann vielmehr in viele vorher definierte Teilnetze. Diese Teil- oder Inselnetze sind, je nach den lokalen Möglichkeiten, eine begrenzte Zeit autark. Dabei kann und muss man in Kauf nehmen, dass nicht alle Teilnetze funktional bleiben. Das Ergebnis wird ein Flickenteppich von teilweise mit Strom versorgten Inselnetzen sein. Aus diesen aktiven Inseln lassen sich andere, stromlose Inseln wieder reaktivieren bis schließlich das Gesamtnetz wieder aufgebaut ist. An einer solchen Strategie wird nicht gearbeitet, sie wird unseres Wissens nach nicht einmal in Erwägung gezogen.

Die bisherige Politik hat in dieser Frage auf ganzer Linie versagt. Wir sind gespannt, wie sich die gerade mit der Selbstfindung beschäftigte neue Regierung dazu positioniert.

Wir tun gut daran, selbst so gut wir können vorzusorgen. Welche Möglichkeiten hierfür bieten sich uns als potenziell betroffene Bürger?

Oberste Priorität für jedermann hat die persönliche Stromversorgung. Nachdem wir uns erfolgreich aller Handarbeit entledigt haben, funktioniert fast alles nur noch elektrisch. Mit einer elektrischen Leistung von 250 Watt, die zusätzlich durch einen einfachen Bleiakku gepuffert wird, kommen wir schon erstaunlich weit.

Stecker-Solargeräte sind hierfür ausreichend und mit ca. 400 € einigermaßen erschwinglich.

Die Montage kann von jedermann, der keine zwei linken Hände hat, durchgeführt werden. Leider erfordert eine solche Anlage ein funktionierendes Netz. Bei einen Stromausfall liefert diese Anlage also auch keinen Strom.

Insel-Solaranlagen kosten ab ca. 900 €. Eine Insel-Solaranlage funktioniert, wie der Name bereits erahnen lässt, auch dann, wenn die öffentliche Stromversorgung ausgefallen ist; mit Pufferbatterien auch im Dunklen. Erforderlich ist in jedem Fall eine Möglichkeit, ein Solarmodul möglichst in Südrichtung sicher zu befestigen.

Wir haben bereits auf die Sinnhaftigkeit einer Pufferbatterie hingewiesen. Einen Bleiakku mit 12 V/100 Ah kann man überall für wenig Geld kaufen. Man könnte dieser Batterie eine Stunde lang 100 A entnehmen. Das entspricht rein rechnerisch einer Leistung von

P=U*I = 12 V*100 A = 1200 W = 1,2 kW

und damit einer Speicherkapazität von immerhin 1,2 kWh. Da wir nicht mehr als 50% dieser Speicherkapazität entnehmen können, verdoppeln wir die Speicherkapazität durch zwei baugleiche Bleiakkus der genannten Kapazität.

Dieser etwas technische Teil zeigt uns den grundsätzlichen Nutzen von Batteriespeichern im Zusammenspiel mit Stecker-Solargeräten oder Insel-Solaranlagen. Notwendig ist neben der Batterie ein Wechselrichter mit dem wir die Batteriespannung von 12 V Gleichspannung in unsere 230 V Wechselspannung umwandeln, der bei einigen Mini-Solaranlagen bereits zum Lieferumfang gehört.

Was funktioniert? Beleuchtung, Kommunikation, Fernsehen, Radio, IT-Technik, je nach Leistung der Anlage (> 500 Watt notwendig) auch Kühltechnik.

Was funktioniert nicht? Großverbraucher- Kochen, Backen.

Ausblick auf eigene Inselnetze

Wenn die Politik Dezentralität nicht befördern will, müssen wir als Bürger die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen.

Wenn wir Mieter eines Wohnblocks oder eines Quartiers sind, bieten sich hierfür wesentlich wirksamere Möglichkeiten als das Hantieren mit Stecker-Solargeräten oder Inselanlagen. Die vorhandene Dachfläche ist meist für eine größere Solaranlage geeignet mit allen Vorteilen, die solche Anlagen bieten. Die Mieter eines solchen Quartiers sollten den Vermieter ansprechen und sich bei Bedarf zu einer Energiegenossenschaft zusammenschließen.

Mehr dazu in einem Folgetext.

Schutz unserer kritischen Infrastrukturen – die Einschläge kommen näher

Bereits in der ersten Fassung unseres Orangebuchs haben wir uns ausführlich mit Fragen der Sicherheit unseres Energieversorgungssystems beschäftigt. Die jüngsten Entwicklungen bestätigen unsere Einschätzung aus dem Jahr 2016 in erschreckender Weise.

Die Betroffenen in den Flutgebieten von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben am eigenen Leib verspürt, was es bedeutet, mehrere Tage ohne Strom auskommen zu müssen. Dabei sollte man nicht vergessen: es waren weit mehr Menschen betroffen als nur die, deren Häuser von den Naturgewalten weggespült wurden. Es geht uns hier nicht um die Frage, ob die neuerliche Flutkatastrophe, die erstmals auch mit einem erheblichen Verlust an Menschenleben verbunden war, durch geeignete Maßnahmen hätte verhindert werden können. Diese Diskussion wird gerade ausgiebig von wahren und selbsternannten Experten geführt. Wir nehmen das Geschehen vielmehr zum Anlass, die wenig offensichtliche, dafür aber zunehmende Gefahr eines großflächigen, länger anhaltenden Stromausfalls näher zu beleuchten.

Näheres hier